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Weihnachtsgenuss ennet der Grenze

Die Festtagsmenüs unserer Nachbarländer

Eine nachbarliche Übersicht mit hohem Gluscht-Faktor.

Karpfen und Gänse im Norden und Osten
 Für Deutschland und Österreich gilt: An Heiligabend gibt es marinierten oder mit Gemüse gefüllten Weihnachtskarpfen und dazu eine einfache Beilage wie Kartoffel- oder Gurkensalat. Fisch darum, weil der 24. Dezember ursprünglich ein Fastentag war. Üppigeres wird traditionell am 25. genossen, nämlich die Weihnachtsgans. Sie wird mit Äpfeln, Kastanien und Dörrpflaumen sowie Beifuss und Majoran gefüllt und typischerweise zu Rotkohl oder Klössen verspeist.

Champagner und Holzscheite im Westen
 In Frankreich – dem Feinschmeckerland schlechthin – wird nicht einfach von einem Menü gesprochen, nein: die Franzosen geniessen das «Réveillon de Noël». Am liebsten mit Austern, Pasteten, gefülltem Truthahn oder Foie gras – einer Spezialität, die aus Gänse- oder Entenleber gewonnen wird. Dazu wird – wie könnte es anders sein– reichlich sprudelnder Champagner ausgeschenkt. Am ersten Weihnachtstag hingegen steht eine bescheidenere Speise im Mittelpunkt, der «Buche de Noël», zu Deutsch: «Weihnachts-Holzscheit». Das ist eine Schokoladen-Biskuit-Rolle in Form eines Holzscheits und kommt von einem ländlichen Brauch, bei dem Gäste ein Holzscheit zum Anfeuern ans Weihnachtsfest mitbrachten.

Nüsse und Mandeln im Süden
 Wie in Deutschland und Österreich muss es für die Italiener an Heiligabend ein Fischgericht sein. Einen besonders festlichen Ruf hat marinierter Aal. Am Weihnachtstag stehen Schweinswürste mit Linsen oder gefüllter Truthahn auf der Hitliste ganz oben. Und natürlich die klassischen italienischen Weihnachtsgebäcke, die sich auch bei uns grösster Beliebtheit erfreuen: der mit kandierten Früchten gefüllte «Panettone», der «Torrone» mit Nugat und der «Panforte», eine Lebkuchen-Spezialität. Allesamt nicht umsonst mit Nüssen oder Mandeln hergestellt: Denn die sollen – altem Volksglauben zufolge – für viel Fruchtbarkeit im kommenden Jahr sorgen.

Gans
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