Gleich zwei heimische Spargelsorten erfreuen Geniesserherzen zur
Frühjahrszeit: Grünspargel und Bleichspargel. Beide kamen vor langer
Zeit über Italien nach Mitteleuropa und machten – bevor sie im 18.
Jahrhundert wieder als Delikatessen entdeckt wurden – Karriere als
Allheilmittel. Zum Beispiel gegen Gelbsucht, Herzklopfen oder gar
Zahnschmerzen. Angebaut werden sie heute in der Schweiz vor allem in
den Kantonen Wallis, St.Gallen, Zürich und im Bernbiet.
Schweissarbeit Spargelstechen
Während die Ernte des oberirdisch wachsenden Grünspargels leichtfällt,
will das Stechen des weissen Spargels gelernt sein. Sobald ab Ende
April die ersten Risse im Spargelhügelbeet zu sehen sind, ist es
soweit. Mit viel Fingerspitzengefühl und einer scharfen kleinen
Schaufel muss jede Pflanze einzeln aus der Erde ausgestochen werden.
So kochen Sie den Spargel
Bleichspargel, 500 g:
1 l Wasser
2 EL Salz
1 EL Zucker
20 g Butter
Grünspargel, 500 g:
2 l Wasser
3 EL Salz
Spargeln vom Kopf bis zum Storzen schälen und vom unteren Drittel
mindestens 3–5 cm wegschneiden. (Der Grünspargel ist aber auch
ungeschält geniessbar.) Wasser mit Zutaten aufkochen.
Bleichspargel:
Spargeln ins kochende Wasser geben und bei mittlerer Hitze zugedeckt 10
Min. kochen, weitere 10 Min. neben dem Kochfeld im Wasser ziehen
lassen.
Grünspargel:
Spargel im kochenden Wasser ca. 5. Min. knackig kochen. Mit Schaumkelle
auf Kuchenblech heben, würzen und warm oder kalt servieren.


