Aber wer weiss schon, was ein gutes Messer ist, ausser vielleicht, dass es schön scharf und 17 bis 22 cm lang sein sollte? Grundsätzlich unterscheidet man zwischen reinen Fleischmessern und multifunktionalen Küchenmessern, wobei bei letzteren die Klinge breiter als der Griff ist. Dies erlaubt eine fliessende Schneidebewegung wie bei einem Wiegemesser, weshalb es auch zum Hacken von Kräutern und zum Schneiden von Gemüse in Scheiben, Streifen oder Würfeln geeignet ist.
Der Kassensturz hat’s getestet
Der «Kassensturz» hat kürzlich zwölf gängige Küchenmesser-Modelle zwischen Fr. 9.95 und 279.– getestet. Die Jury, bestehend aus einem Metzgermeister, einem Messerschmied und einem Chefkoch, beurteilte zuerst in einem Gebrauchstest deren Handhabung. Dann analysierte ein unabhängiges Labor die chemische Zusammensetzung, die Härte des Messerstahls und die Langlebigkeit der Klingenschärfe in einem Dauerbelastungstest.
Das erfreuliche Resultat:
Ein Messer des Schweizer Herstellers Wenger für Fr. 30.90, das nur im Fachhandel erhältlich ist, schnitt am besten ab. Da soll einer noch sagen, Schweizer Qualität sei zu teuer!
Darauf kommt es an:
- Eine robuste Klinge ist aus rostfreiem Spezial-Edelstahl. Ein Dauerschliff garantiert Extra-Schärfe.
- Eine abgerundete Kante des Klingenrückens mindert die Verletzungsgefahr.
- Ein Messer muss hervorragend ausbalanciert und äusserst ergonomisch sein. Dies macht das Schneiden leichter und die Hand ermüdet weniger schnell.
- Ein direkt mit der Klinge verbundener, porenfreier und darum hygienischer Griff liegt bequem und absolut sicher in der Hand. Auch wenn er nass ist, rutscht er nicht.
Üben Sie beim Tranchieren niemals übertriebenen Druck aus. Lassen Sie das Messer für sich arbeiten und benutzen Sie in langen, gleichmässigen Bewegungen die volle Länge der Klinge. Und vor allem: Tranchieren Sie immer auf einem Holzbrett. Sonst ruinieren Sie auch das beste Messer innert Kürze.


