Neues Jahr mit alten/neuen Herausforderungen

10.01.2018

Nachdem das meist erfolgreich verlaufene Jahresendgeschäft schon der Vergangenheit angehört und sich das Januarloch zunehmend bemerkbar macht, gilt es einmal mehr, den Fokus auf die teils neuen, teils alten Herausforderungen zu legen.

Hierzu zählen sicherlich die bereits bekannten Themen wie der Verzicht auf Fleisch aus ethischen bzw. Tierschutzgründen, die meist nur auf nachteilige Effekte ausgelegte Umweltthematik sowie die oft einseitig bedachten Gesundheitsfragen rund um den Fleischkonsum. Zu diesen Fragen hat sich der SFF bekanntlich so positioniert, dass er anstelle der Bevormundung klar die Wahlfreiheit beim Fleischgenuss befürwortet und das hierzulande hohe Tierschutzniveau ausdrücklich betont. Zudem ruft er betreffend Nachhaltigkeit zu einer differenzierten Betrachtung der Fleischproduktion auf, indem auch deren positiven Effekte wie die Veredlung von Raufutter, die Verwertung von Nebenprodukten der Lebensmittelherstellung, der Erosionsschutz durch das Beweiden etc. wie auch die Bemühungen zur Reduktion von Food Waste (vgl. Nose-to-tail, Second Cuts) entsprechend zu würdigen sind. In Bezug auf Gesundheitsfragen steht für den SFF die Bedeutung von Fleisch als Teil einer ausgewogenen Ernährung mit Bezug auf weitere Aspekte (z. B. Portionengrösse, Bewegung) klar im Vordergrund.
Vermehrt an Bedeutung gewinnt die Digitalisierung, sei dies bei der Vereinfachung von einzelnen Prozessabläufen oder auch der an der letzten Fleischfachtagung empfohlenen Kombination von Online-Handel und stationärem Geschäft. Überdies dürfte die vom Bundesrat lancierte Diskussion um eine verstärkte Marktöffnung im Agrar- und Lebensmittelsektor stark an Intensität zulegen, dies trotz der aktuellen Verweigerungshaltung des Bauernverbandes. Dabei werden unterschiedliche Faktoren in Betracht zu ziehen sein wie die zumindest beim Fleisch schon einseitig durchlöcherte Landesgrenze, das Gesamtinteresse der Schweizer Volkswirtschaft, die unbestritten notwendigen Abfederungsmassnahmen sowie das Gewicht unseres Landes bei internationalen Verhandlungen.
Wie die obigen Beispiele zeigen, steht der Fleischsektor auch 2018 vor einer Vielzahl von Herausforderungen, die es mit voller Kraft anzupacken gilt. Die Verbandsleitung und die Geschäftsstelle wünschen Ihnen hierzu viel Glück, Erfolg und nur das Allerbeste!

Ruedi Hadorn, SFF-Direktor

 
 
 
 
Ruedi Hadorn, SFF-Direktor
 
 
 
 
 

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